| Obmann, Platz-Verantwortlicher und Kantineur in Stadlau: Otto Necid - Porträt & Interview | 07.12.2010 |
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Otto Necid, Jahrgang 1958, verheiratet mit Monika, Vater eines Kindes, Hobby: Urlaub – und in Stadlau wohl der am öftesten Unverstandene. Und das eigentlich ohne seine Schuld. Denn Missmut oder Unverständnis kommt bei den Trainern (und ich gestehe: auch bei mir …) immer dann auf, wenn das Training der eigenen Mannschaft mal wieder auf der heiß geliebten „Plastikwiese“ stattfinden musste, weil, ja weil ein gewisser Otto N. das so festgesetzt hatre (mittlerweile haben wir ja endlich den neuen Rasen-"Teppich", der u.a. dank Otto N.'s regelmäßiger Pflege in Top-Zustand ist und bleibt ...). Nun, dass das bei Otto nicht aus Justament oder Böswilligkeit heraus geschieht, muss man allerdings auch akzeptieren. Denn er ist im „Doppeljob“ nicht nur Kantineur (und als solcher wegen der Top-Qualität unserer Stadlauer Sportplatzkantine höchst geachtet …), sondern auch Platzverantwortlicher für unsere Sportanlage. Warum das manchmal scheinbar „unpopuläre“ Entscheidungen erfordert, wird später angesprochen. Im Prinzip kann man aber von Otto tatsächlich alles haben, wenn es Not tut. Immerhin war er bereits Jugend- und Sektionsleiter (zeitweise in Doppelfunktion) bis vor 7 Jahren und kennt daher die Nöte jedes einzelnen aus eigener Erfahrung. Und noch etwas: Otto Necid war auch als Aktiver ausschließlich für den FC Stadlau tätig – ihn als echtes Stadlauer „Urgestein“ zu bezeichnen, ist anhand dieser beispiellosen Vereinstreue wohl legitim. Bei der Generalversammlung am 26.11.2010 übernahm Otto Necid auch die schwierige Aufgabe, als geschäftsführender Obmann das Schiff des FC Stadlau zurzeit sponsorlos durch die Untiefen des Vereinslebens in der höchsten echten Amateur-Fußballliga zu steuern ... |
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& das Interview ... |
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Frage: Was sind deine vorrangigen Ziele als Obmann? Otto Necid: Erstes Ziel ist es, den Verein auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen, mit der man etwas erreichen kann. Das heißt, es wird auf dieser in jeder Hinsicht wunderschönen Anlage noch mehr Veranstaltungen als bisher geben, darunter fallen z.B. fünf American-Football-Meisterschafts- und ein Champions-League-Heimspiel der "Danube Dragons", die unsere Anlage sechsmal im Halbjahr in einem Maß füllen werden, wie wir es bisher nur von den MA48-Länderspielen oder den Heimspielen gegen Simmering kennen. Frage: Was bedeutet "etwas erreichen"? Kurzfristig wollen wir weiter ein fixer, gesicherter Bestandteil der Stadtliga sein und dort an der Spitze mitspielen. Für das Frühjahr 2011 haben wir uns vorgenommen, wieder den Einzug ins Totocup-Finale zu schaffen und diesen vielleicht auch wieder einmal zu gewinnen. Längerfristig wollen wir so viel wie möglich die Kampfmannschaft aus dem eigenen Nachwuchs besetzen und wieder Führungsspieler aus den eigenen Reihen zu bekommen. Der Aufstieg in die dritthöchste Fußball-Leistungsstufe Österreichs ist ebenfalls ein längerfristiges Unterfangen, das beim entsprechenden "Nachschub" gelingen kann. Wir wollen uns aber vor allem weiterhin als Ausbildungsverein positionieren, der Top-Talenten eine Entwicklung und Perspektive nach "oben" bietet. Frage: Die Verantwortung für den Zustand unserer Sportanlage zu tragen, führt bei den von eventueller Platz-Nichtbenützbarkeit Betroffenen oft zu Unverständnis … Es ist aber wohl eine "Mörder-Hack'n"? Otto Necid: So was nehme ich bereits cool und gefasst, denn ich versuche sehr wohl immer das Bestmögliche für alle heraus zu holen. Alle, die manche Maßnahmen nicht verstehen (wollen), mögen einmal in Betracht ziehen, wie viel Geld die Instandhaltung der Anlage kostet und wie viele Arbeitsstunden (nicht nur von mir) da dran hängen. Denn es nützt uns nichts, die Plätze einmal in Top-Zustand zu haben, um sie dann durch Non-Stop-Training in Rekordzeit wieder kaputt zu machen. Wir wollen diese Superplätze möglichst lang und mit sinnvollem Aufwand in diesem Zustand erhalten. Da muss man sich halt dann an Einteilungen und Pläne einfach halten. Gerade der neue Kunstrasenplatz ist nicht nur schön, sondern auch sehr pflegeintensiv. Ein Riesen-Anliegen im Zusammenhang mit der Anlage ist mir auch die Fertigstellung der Tribüne, besser gesagt der Räume darunter. Hier gelten unsere Anstrengungen dem Ziel, möglichst bald auch dort schmucke Räume in Betrieb zu nehmen. Den "Hunderter" (1913) wollen wir mit einer Tribüne in "vollem Betrieb" feiern (und hoffentlich schon viele Spiele davor) ... Frage: Ganz was anderes: War die Übernahme von Bad und Kantine vor ein paar Jahren eigentlich ein Erfolg? Otto Necid: Sogar ein sehr großer. Kantine und Badbetrieb stellen mittlerweile ohne Hauptsponsor einen unverzichtbaren Bestandteil der wirtschaftlichen Seite unseres Vereines dar, inklusive diverser Veranstaltungen. Frage: Geht dir die frühere Tätigkeit als Jugendleiter ab? Otto Necid: Die Zeit als Jugendleiter war eine schöne, erlebnisreiche, aber auch mühsame und arbeitsreiche Zeit, v.a. mit der Doppelfunktion als Sektionsleiter. Damals hatten wir das Glück, der finanziellen Unterstützung durch die OMV sicher zu sein. Die Nachwuchsarbeit, die jetzt passiert, setzt nahtlos dort fort und ist eine kontinuierliche Fortsetzung der schon damals begonnenen Linie. Hut ab aber vor allem, wie die finanzielle Seite dieses Riesenbetriebes gemeistert wird, da wir ja aus der „geschützten Werkstatt“ namens OMV quasi „entlassen“ wurden …
Otto Necid an der Arbeit - und hinter jedem erfolgreichen Mann steckt eine kluge und attraktive Frau (Monika)! |
![]() Ein "Mann iohne Nerven" muss Otto Necid oft sein, wenn es gilt, die verschiedensten Interessen im Verein zu vereinen ...
Zum Abschluss: der beliebte Word-Rap mit Otto Necid: Was fällt dir ein zu … Familie? Meine Frau Monika … Meistertitel? Ergibt sich von allein … Glücksbringer? keinen … Fulltimejob? FC Stadlau … Traktor? Zweite Heimat … |
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