| Obmann in Stadlau: Christian Madlberger - das Porträt | 26.08.2007 |
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Christian Madlberger, Jahrgang 1962, ist – das kann man ohne Übertreibung sagen – ein Obmann „zum Anfassen“, der v.a. mit anfasst, wenn’s was zu tun gibt. Bester (und öffentlichkeitswirksamster) Beweis waren die zwei 3-Tages-Feste in Stadlau, wo er einer war, der tatsächlich von Donnerstag Mittag bis Sonntag spätabends praktisch ununterbrochen im Einsatz war. Verheiratet ist unser Obmann, hat einen Sohn (Michael, der leider verletzungsbedingt die aktive Fußball-Karriere im Sommer nach langen Beschwerden endgültig beenden musste) und spielte aktiv bei ESV Schwarzenau, ASV Schrems und SC Echsenbach. Zum FC Stadlau stieß er als Funktionär 1999 (Hauptkassier) und wurde 2005 zum Obmann gewählt. Fußball passiv (= Zuseher) und Urlaub sind die Hobbys des Löwe-Geborenen. |
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& das Interview ... |
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Frage: Was waren nach dem Absprung von Hauptsponsor OMV mit 31.12.2004 die Hauptprobleme, die es für den wenig später gewählten Obmann Christian Madlberger und sein Vorstandsteam zu bewältigen gab? Christian Madlberger: Zunächst einmal sicher die Übernahme der gesamten Anlage des FC Stadlau, verbunden mit der Übernahme sämtlicher bis dahin von der OMV bezahlten Kosten. Und natürlich schmerzte der Ausstieg des doch potenten Hauptsponsors des Fußballbetriebes enorm. Frage: Wie konnten die anstehenden Probleme bisher gelöst werden? Christian Madlberger: Der Ausfall des Hauptsponsors wird versucht, durch vermehrte Kleinsponsoren annähernd wett zu machen, die zum Teil schon mit Erfolg gefunden wurden, aber noch immer gesucht werden. Die Übernahme der Kantine und die Wiedereröffnung des Freizeitbades nach einjähriger Betriebspause wären ebenso zu nennen wie die vermehrte Abhaltung von Veranstaltungen, die nicht nur mit Fußball zu tun haben. Frage: Wie siehst du das Image des FC Stadlau? Christian Madlberger: Der FC Stadlau hat seit Jahrzehnten v.a. durch die vorbildliche Nachwuchsarbeit ein sehr gutes Image. Immer wieder schaffen Spieler von Stadlau weg den Sprung in den bezahlten Fußball-Bereich, die Kampfmannschaft ist ein fixer Bestandteil der Wiener Liga, also am höchsten reinen Amateur-Niveau. Unser Ziel ist es, in den nächsten zwei Jahren den Aufstieg in die Regionalliga Ost zu schaffen, um den Talenten aus unserem Nachwuchs dann in der Kampfmannschaft noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können. Frage: Sind die in einer Ostliga benötigten finanziellen Mehr-Mittel kalkulierbar? Christian Madlberger: Die Suche nach längerfristigen und größeren Sponsoren läuft mit unverminderter Intensität, mehrere Funktionäre des FC Stadlau bemühen sich da in ihrer Freizeit. Wir sind natürlich für jeden Tipp dankbar, den uns Freunde des FC Stadlau oder Eltern unserer Spieler geben können. Ein exaktes Konzept für das Spielen auf noch höherem Niveau ist zurzeit in Ausarbeitung. Frage: Nach Bosman und mit den zurzeit vielfältigen Formen von Geldfluss (oder besser: Nicht-Geldfluss …) für junge Spieler – macht sich da eine derart intensive Nachwuchspflege wie in Stadlau noch bezahlt? Christian Madlberger: Als „kleiner“ Verein wird man eben im Haifischbecken des Fußballs mit relativ kleinen Beträgen abgespeist. Für Thomas Prager gab es ja verpflichtend überhaupt keinen Cent, einzig durch den Good-will von Heerenveen gab es wenigstens ein bisschen. Frage: Wie kann man angesichts solcher (nicht vorhandener) finanzieller Perspektiven die Ziele unserer Nachwuchsarbeit von Vorstandsseite sehen? Christian Madlberger: Oberstes Ziel ist es, Talente heraus zu bringen, die – egal in welchem Alter – in „höhere“ Fußball-Regionen vorstoßen können. Und genauso wichtig ist es uns, als Verein zu positionieren, der Kindern und Jugendlichen eine vernünftige Freizeitbeschäftigung anbietet, mit Betreuern, die teils unentgeltlich, teils für geringen Spesenersatz diese verantwortungsvolle Aufgabe durchführen. Ohne den vorbildlichen Idealismus dieser, unserer Nachwuchstrainer und -betreuer wäre das sonst nicht möglich. Frage: Wie sieht die nahe Zukunft der Kampfmannschaft aus? Christian Madlberger: Wir haben von Vereinsseite her alles versucht, um mit vernünftigem Einsatz der Mittel einen Kader zusammen zu stellen, der sowohl qualitativ als auch quantitativ in dieser Admiral-Stadtliga ein Mitspielen um den Titel ermöglichen sollte. Jetzt liegt es am ambitionierten Trainerteam und der Mannschaft, ihr und das Ziel des Vereins auch zu erreichen. Die Mischung aus jung und alt ist ausgewogen, 50 % des Kaders sind Spieler aus den Reihen des FC Stadlau-Nachwuchs. Frage: Die Zusehermisere in Stadlau … Christian Madlberger: … zieht sich leider durch die gesamte Stadtliga. Ich finde, die Eintrittspreise in der Stadt-, aber auch der Ostliga, sind für das Gebotene einfach zu hoch. Da diese Preise aber liga-einheitlich gestaltet sind, läge es an den Vereinen und dem WFV, sich über eine sinnvolle Preisgestaltung zu einigen. Stadlau-spezifisch muss ich vermerken, dass das Umfeld und unsere Anlage sehr gut sind und es leider trotzdem nicht und nicht gelingen will, mehr Leute zu den Spielen anzulocken. Frage: Nun, zweimal gelang es bisher schon – bei den so erfolgreichen „3 x-tremen Tagen“ 2006 und 2007. Worin siehst du die Gründe für diese erfolgreichen Events? Christian Madlberger: Gerade bei diesen Veranstaltungen zeigte sich der große und positive Zusammenhalt der FC Stadlau-Fußball-Familie. Wirklich alle haben mit Interesse und Engagement daran mitgearbeitet. Und genau mit diesem Miteinander-„wir“-Gefühl in Stadlau wird es uns auch gelingen, kleinere Noch-Unstimmigkeiten wieder weiter zu verbessern und diese Veranstaltung auf noch höheren Level zu bringen. |
![]() Handschlagqualität und das selbstverständliche Mitanpacken zeichnet unseren Obmann in hohem Maße aus - nur in einem positiven Umfeld kann etwas Positives heran reifen ...
Zum Abschluss: der beliebte Word-Rap mit Christian Madlberger: Was fällt dir ein zu ... … Familie? Wichtiger als Fußball … Meistertitel? Möglich … Glücksbringer? FC Stadlau … Finanzen? Intakt … Musik? Volkstümlicher Schlager |
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